SCHEMA-Coaching

Ein Schema-Coaching ist sinnvoll, wenn Klienten tiefgreifende oder grundsätzliche Anliegen haben, die sich in ihrem bisherigen Leben immer wieder zeigen. Manchmal ergibt sich erst mit der Zeit die Erkenntnis, dass frühere Probleme oder aktuelle Stolpersteine (Lebensfallen) auf die gleiche Ursache in der Vergangenheit zurückgehen. Wir alle kennen ja eine Reihe von wiederkehrenden Lebensfallen, Beziehungsanliegen, Blockaden und Ähnlichem, die wir allein mit gutem Willen oder richtigem Denken nicht überwinden können. Das ist normal und menschlich.

Wenn ein Coaching gewünscht ist, das ein Anliegen tief an der Wurzel angepackt, ist Schema-Coaching eine wertvolle und effektive Methode. 

Was sind Schemata?

Sogenannte Schemata stehen mit kindlichen Grundbedürfnissen in der Kindheit in Zusammenhang. Young leitete aus der klinischen Arbeit mit Patienten 18 grundlegende Schemata ab, also tiefgreifende Muster, mit denen seine Patienten auf sich und die Welt sehen. Fast immer handelte es sich um frühe, kindliche Beziehungs- oder Bindungserfahrungen, die sich als Muster festschrieben. Solche kindliche Grundbedürfnisse hat Young schliesslich in Domänen zusammengefasst und beschrieben:

● das Bedürfnis nach sicherer Bindung und Akzeptanz zu und von anderen Menschen

● das Bedürfnis nach Autonomie (in der Gruppe) und Kompetenz, etwas erreichen zu können  

● das Bedürfnis danach, realistische Grenzen gesetzt zu bekommen und selbst Kontrolle über die eigenen Impulse ausüben zu können

● das Bedürfnis danach, berechtigte Wünsche und Emotionen frei ausdrücken und ausleben zu dürfen

● das Bedürfnis nach Spontaneität und Spiel (statt schlechtes Gewissen oder Strafbefürchtung)

Solche Schema als grundlegende Muster oder Beziehungserfahrungen in der Kindheit werden im Körper, in inneren Bildern, Handlungen, Symbolen, Gefühlen und dergleichen gespeichert.

Da das Kind im Rahmen dieser Schemata seine Emotionen und Grundbedürfnisse nach Bindung und Autonomie nicht ausleben konnte bzw. durfte, musste es mit solchen Spannungszuständen umzugehen lernen.

Schema als Modi oder Bewältigungsmodi:

 

Im Schema-Coaching werden solche Verhaltensweisen Bewältigungsmodi genannt und werden vier verschiedene Bewältigungserfahrungen beschrieben: Erdulden, Ausweichen, Verdrängen oder Überkompensation. Folgende Beispiele vermögen die negativen Konsequenzen je nach Bewältigungstypus gut veranschaulichen. Ziel im Schema-Coaching ist es, den sogenannten «gesunden Erwachsenen» zu stärken. Er ordnet das das innere System neu, indem er die kindlichen Bedürfnisse (verletztes oder ängstliches Kindermodus) versorgt und dysfunktionale Elternmuster (Antreiber / Bremser oder Kritiker und Bestrafer) und die Bewältigungsmodi (Unterordner, distanzierter Beschützer, distanzierter Selbstberuhiger, Überkompensation / Kampf) validiert sowie be- und eingrenzt. Daraus ergeben sich sozialverträgliche Verhaltensweisen (siehe Graphik rechts), nach welchen sich Betroffene schon lange wünschen. 

Doch genauso können Menschen selbstverständlich auch stärkende und positive Erfahrungen machen, die als Resilienzfaktoren oder positive Schemata verankert werden. Diese werden im Schema-Coaching ebenfalls ressourcenstärkend gefördert.

Konzeptuelle Einfachheit und Klarheit für Sie:

Das Schema-Coaching überzeugt insbesondere durch seine konzeptuelle Einfachheit und Klarheit, an welche sich Klienten gut orientieren können. Um die schädlichen Schemata bzw. die damit verbundenen Modi wird im Schema-Coaching auf die klassischen Methoden aus der kognitiven Verhaltenstherapie wird insbesondere auf Interventionsmethoden aus der Gestalttherapie (Stuhldialoge) und der modernen Hypnotherapie (Imaginationen in leichter Trance) zurückgegriffen, um Zugang zu den frühkindlichen Schemata zu bekommen und diese zu verändern (change history, rescrypting).

Die Preise sind gleich hoch wie beim Coaching. Sind Sie interessiert, mit Ihrer Vergangenheit aufzuräumen und Ihre Grenzen zu neuen Freiheiten überwinden? Rufen Sie mich an. Sie werden in jedem Fall profitieren können.

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«Vergiss Dein Ich, Dich selbst        verliere nie»
  (Johann Gottfried Herder)
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«Bei meinem Thema bleibe ich in jedem Fall so alt, wie ich bin, nämlich eine erwachsene, gestandene und erfahrene Person»
Paar-Schema-Coaching

Schema-Coaching eignet sich auch sehr für eine Paartherapie. Hier stehen nämlich oft solche negativen Schemas beider Partner in Wechselwirkung und entsteht ein für Paare so typischer und eingesessener Moduszirkel (Verhaltens- oder Streitablauf), dem sich Paare nur schwer entziehen können. Hier ist Schema-Coaching Gold wert, überzeugt es insbesondere auch durch seine konzeptuelle Klarheit, an welcher sich Paare orientieren können.

Idealerweise finden die Sitzungen zusammen statt. Einzelsitzungen sind auch möglich und da angezeigt, wenn der Moduszirkel anfänglich zu stark ist oder ein Partner die Sitzungen ablehnt. Einzelsitzungen sollen aber gut abgesprochen sein.

Die Preise richten sich nach den Preisen im Coaching. Bei Paarsitzungen betragen die Kosten für 90 Minuten CHF 350.00 exkl. MWST.